

Entgelttransparenz – Erste Erfahrungen. Neue Herausforderungen
Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie macht Schluss mit intransparenten Vergütungsstrukturen – und stellt Unternehmen vor die konkrete Herausforderung der Umsetzung. Nach der Klärung des WAS rückt nun das WIE in den Fokus: Welche Erfahrungen wurden bereits gemacht, wo liegen Stolpersteine und welche Lösungen funktionieren in der Praxis? Im Executive Dialog teilen HR-Entscheider:innen ihre Learnings und zeigen, wie Organisationen Vergütungssysteme nachhaltig und risikobewusst neu ausrichten.
Haus der Ingenieure, Wien
Entgelttransparenz – Erste Erfahrungen. Neue Herausforderungen
Der HR Executive Dialog.
Mit der EU-Entgelttransparenzrichtlinie wird ein Thema zur verbindlichen Realität, das in vielen Unternehmen lange aufgeschoben wurde: klare, nachvollziehbare und diskriminierungsfreie Vergütungsstrukturen. Bis spätestens Juni 2026 musste die Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden– und bringt weitreichende Verpflichtungen für Arbeitgeber mit sich.
Im Frühjahr stand die Frage im Mittelpunkt, was die EU-Entgelttransparenzrichtlinie verlangt. Nun geht es um die entscheidende Frage: Wie gelingt die Umsetzung in der Praxis? Welche Erfahrungen haben Unternehmen in den ersten Monaten gesammelt? Wo liegen die größten Stolpersteine – und welche Lösungen haben sich bewährt? Was würden jene Unternehmen, die erste Umsetzungsschritte bereits gesetzt haben, (nicht)nochmals machen?
Was viele noch unterschätzen: Die Richtlinie geht weit über reines Reporting hinaus. Sie verpflichtet Organisationen dazu, ihre Vergütungssysteme strukturell zu analysieren, geschlechtsbezogen Entgeltunterschiede offenzulegen und bei ungerechtfertigten Differenzen aktiv Maßnahmen zu setzen. In vielen Fällen bedeutet das: gewachsene Gehaltssysteme müssen grundlegend überprüft und neu gestaltet werden.
Die Frage ist nicht mehr ob – sondern wie vollständig,wie konsistent und wie risikobewusst Sie bereits handeln.
Seit dem Inkrafttreten der EU-Entgelttransparenzrichtlinie beschäftigen Unternehmen nicht mehr nur die gesetzlichen Anforderungen, sondern vor allem deren praktische Umsetzung. Viele Organisationen haben erste Analysendurchgeführt, Vergütungssysteme überprüft oder Prozesse angepasst – und stoßen dabei auf neue Fragestellungen: Sind unsere Gehaltsstrukturen tatsächlich belastbar? Wie gehen wir mit festgestellten Entgeltunterschieden um?
Im Rahmen dieses Executive Dialogs sprechen HR-Entscheider:innen darüber, welche Rolle Führungskräfte spielen und mit welchen Erwartungen seitens der Mitarbeitenden zu rechnen ist.
Leitfragen
Gemeinsam mit Expert:innen aus Rechtsanwaltskanzleien und Unternehmen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben, arbeiten Sie an den entscheidenden Fragen:
- Wo stehen wir aktuell wirklich?
- Welche konkreten Risiken ergeben sich aus unseren bestehenden Gehaltsstrukturen?
- Wie identifizieren und schließen wir geschlechtsbezogene Entgeltlücken?
- Wie gestalten wir faire, transparente und rechtssichere Vergütungssysteme?
- Wie bereiten wir Führungskräfte auf neue Auskunfts- und Kommunikationspflichten vor?
Ihr Mehrwert
Sie gewinnen Klarheit in einer Phase, in der viele Unternehmen noch Orientierung suchen:
- eine Executive-Checkliste zur Umsetzungsreife & praxiserprobte Checkliste zur Audit-Readiness sowie Muster für rechtssichere Auskunftsprozesse
- Typische Fallstricke aus ersten Projekten
- Best Practices führender Unternehmen
- Konkrete Maßnahmen für die nächsten sechs Monate
- Austausch mit einer kleinen Gruppe erfahrener HR-Entscheider:innen
Der Entgelttransparenz-Dialog bietet die Möglichkeit, sich direkt mit Expert:innen, Unternehmen und Praktiker:innen auszutauschen, voneinander zu lernen und konkrete Lösungsansätze für die eigene Organisation zu entwickeln.
Speaker






Day 1
09:00
Legal Deep Dive: Arbeitsrecht, Compliance & Daten
- Österreichische Umsetzung im Detail: Was hat der österreichische Gesetzgeber tatsächlich umgesetzt, wo gibt es Spielräume, wo wurde möglicherweise über implementiert?
- Zentrale arbeitsrechtliche und Compliance-Vorgaben
- Anforderungen an die Datenverarbeitung (DSGVO)im Kontext von Vergütungsanalysen
- Rechtssichere Gestaltung von Auskunftsprozessen und internen Strukturen
- Erste Vollzugstendenzen: zu bereits aktuellanhängigen Verfahren, Anfragen der Gleichbehandlungsanwaltschaft oderBetriebsrats-Eskalationen?
Jana Eichmeyer, E+H
10:00
KAFFEEPAUSE
10:15
Datenstruktur, Analytics & Reporting
- Jobarchitektur/ Arbeitsbewertung als Fundament
- Die Richtlinie setzt voraus, dass Stellen bewertbar und vergleichbar sind – das ist in vielen Unternehmen die eigentliche Baustelle.
- Datenstruktur & -design
- Aufbau belastbarer Datenarchitekturen im Kontextder Entgelttransparenz
- Umgang mit Datenstrukturen und Systemlogiken aufBasis der Richtlinie
- Entgelt-Analytics & Vergütungssysteme
- Aufbau von Gehaltsbändern und Vergleichslogiken
- Erstellung eines Reporting-Pakets (inkl. GenderPay Gap Reporting)
- KI-gestützte Entgeltanalyse
- Roadmap zur „Audit-Readiness“ – als konkrete Checkliste für Unternehmen
11:15
Fairness, Kommunikation & Betriebsrat
- Entwicklung und Anwendung von Fairnessmetriken & Kommunikationsstrategie im Unternehmen & Betriebsrat
- Fairness messen und erklären
- Equal Pay vs Equal Opportunity
- Statistische Auffälligkeiten richtig interpretieren
- Was ist erklärbar? Was ist nicht erklärbar?
- Welche KPIs braucht HR wirklich?
- Transparente Gehaltskommunikation imUnternehmen & Recruiting
- Rolle von Führungskräften im Umgang mit neuenAuskunftspflichten
- Einbindung und Zusammenarbeit mit Betriebsrat
- Umgang mit sensiblen Fragestellungen vonMitarbeitenden
Christina Kallinger, GRAWE
12:15
Abschluss: Plenumsdiskussion – Umsetzung in der Praxis, aktiver Peer-Exchange mit Expert:innen
- The Struggle is real: Warum Entgelttransparenz ohne Stellenarchitektur kaum funktioniert
- fehlende Stellenarchitektur
- unterschiedliche Jobtitel
- keine Vergleichbarkeit
- historisch gewachsene Einstufungen
- Erfolgsfaktoren in Change & Kommunikation
- Praktischer Umgang mit Betriebsrat, Führungskräften und Mitarbeitende
- Lessons Learned aus ersten Umsetzungsprojekten
Jana Eichmeyer, E+H | Christina Kallinger, GRAWE | Verena Pirker, Gleichbehandlungsanwaltschaft
13:00
MITTAGESSEN
Day 2
Day 3
Day 4
Day 5
Day 6
Stimmen von Teilnehmer:innen
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Rückblick

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