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Pflege-Management Forum

Krisen anders denken: Von Katastrophen lernen, die Engpässe des Alltags zu bewältigen

Krisen gehören längst zum Alltag der Pflege: Manche kommen laut und sichtbar wie Pandemien oder Blackouts – andere schleichen sich leise ein, Tag für Tag, oft unscheinbar und gerade deshalb kräftezehrend. In der Bewältigung dieser vermeintlich kleinen Krisen zeigt sich die Resilienz eines Teams und die Stärke einer Organisation.

Beim Pflege-Management Forum 2026 beschäftigen wir uns genau damit: Was lässt sich aus dem Katastrophenmanagement für die vielen kleinen, aber wirkungsvollen Störungen im Pflegealltag lernen? Wie gelingt Resilienz, wenn die neue Normalität aus dauerhaften, manchmal auch heftigen Erschütterungen besteht?

Am Beispiel der Hochwasserkatastrophe in Kärnten und des gelungenen Umgangs damit, durch die Diakonie de La Tour wird sichtbar, was Teams wirklich trägt: glaubwürdige – nicht allwissende – Führungskräfte, klare Kommunikationswege auch (oder vor allem) in Unsicherheit und gelebte Interdisziplinarität, bei der nicht die formale Qualifikation, sondern die tatsächlichen Kompetenzen zählen.

Erkenntnisse aus der Forschung – Anwendung in der Praxis

Wie das FFG-Forschungsprojekt PsyResK zur psychosozialen Resilienz in kritischen Infrastrukturen zeigt, unterscheiden sich je nach Setting – Rettungsdienst, stationäre Pflege, Hauskrankenpflege oder Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen – sowohl Belastungen als auch Resilienzfaktoren. Gleichzeitig wird deutlich, wie im Ernstfall nicht nur Druck, sondern auch enorme Energie entsteht: Welche Strukturen tragen, wenn vieles gleichzeitig bricht? Welche ungeahnten Kräfte entstehen erst im Ausnahmezustand und wie lässt sich dieses Potenzial in den Pflegealltag übertragen? Welche Routinen helfen, das Unplanbare zu meistern?

Denn neben Jahrhundertkatastrophen sind es vor allem die unzähligen kleinen Zwischenfälle des Alltags, die Teams herausfordern: die verspätete Info, die übervolle To-do-Liste, das dritte spontane Einspringen in derselben Woche. Mini-Krisen, die sich addieren und das Teamklima verändern. Resilienz bedeutet daher nicht, alles auszuhalten, sondern früh zu erkennen, was Kraft kostet und gemeinsam Wege zu finden, handlungsfähig zu bleiben.

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