30 Jahre Rust: Interview mit dem fachlichen Leiter Dr. Clemens Hasenauer
Im Video-Interview zusammen mit Business Circle und Leadersnet erklärt der fachliche Gesamtleiter Dr. Clemens Hasenauer,warum geopolitische Risiken heute jede Transaktion beeinflussen und wie sich das Verhältnis zwischen Recht und Macht neu austariert. Außerdem reden wir darüber, was die RuSt sobesonders macht.

Die Welt des Wirtschaftsrechts war in den letzten 30 Jahren selten so dynamisch, komplex und politisch aufgeladen wie heute. Wer glaubt dass es ausreichen würde, Gesetzestexte zu kennen und dieaktuelle Judikatur im Blick zu behalten, merkt, dass das allein nicht mehr reicht. Denn die großen Veränderungen kommen längst nicht mehr nur aus den Gerichtssälen oder Ministerien Österreichs, sondern aus Washington, Peking oder von anderen Orten dieser Welt.
Das Abschlusspanel der RuSt beschäftigt sich traditionell mit der Frage, welche die juristische Welt im aktuellen Jahr am meisten beschäftigt. Heuer geht esum die „neue Weltordnung“ und die provokante Frage: Völkerrecht – quo vadis? Eine Frage, die aktueller kaum sein könnte. Denn die internationale Wirtschaftsordnung, auf der jahrzehntelang Wohlstand, Investitionssicherheit und grenzüberschreitende Transaktionen aufgebaut wurden, gerät zunehmend unter Druck. Sanktionen, Handelskonflikte, neue Sicherheitsinteressen und geopolitische Machtverschiebungen verändern die Spielregeln der Wirtschaft –und damit auch jene des Rechts.
Gerade für junge Juristinnen und Juristen bietet die RuSt eine einmalige Gelegenheit, über den eigenen fachlichen Tellerrand hinauszublicken und ein Gespür dafür zu entwickeln, welche Themen die Branche in den kommenden Jahren prägen werden.Denn die entscheidende Kompetenz der Zukunft wird nicht darin liegen, möglichst viele Vorschriften auswendig zu kennen, sondern die richtigen Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und einordnen zu können.

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