Nachhaltigkeit zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Geschäft – ein Gespräch mit Linda Eggert und Felix Mayr, RBI
Frau Eggert, warum ist Nachhaltigkeit für Unternehmen heute mehr als nur ein „Nice-to-have“?
Linda Eggert: ESG ist für Unternehmen längst ein zentraler Erfolgsfaktor. Wer Nachhaltigkeit integriert, sichert sich den Zugang zu Märkten, denn immer mehr Großkunden und internationale Lieferketten verlangen belastbare Nachweise. So bleiben Geschäftsbeziehungen dauerhaft bestehen. Gleichzeitig achten Kund:innen stärker auf faire und ökologische Produkte – das schafft Vertrauen und Bindung. Nachhaltigkeit lohnt sich auch betriebswirtschaftlich: Energieeffizienz und Kreislaufwirtschaft senken Kosten, ein nachhaltiges Geschäftsmodell erleichtert die Finanzierung und den Zugang zu Förderungen. Am Ende geht es nicht nur um Verantwortung, sondern um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.
Herr Mayr, wie sehen Sie die Rolle des Außenhandels im Zusammenhang mit Investitionen in Nachhaltigkeit?
Felix Mayr: Der Außenhandel ist für die österreichische Wirtschaft von enormer Bedeutung. Mit einer Exportquote von fast 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zählt Österreich zu den exportstärksten Ländern Europas. Aktuell prägen jedoch ein schwaches Wirtschaftswachstum, hohe Energiekosten sowie Fachkräftemangel das Bild für viele österreichische Unternehmen. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen oftmals gleichzeitig digitalisieren, ihre Energieeffizienz erhöhen und Nachhaltigkeit fest im Geschäftsmodell verankern. Wer daher entschlossen in die Internationalisierung in Verbindung mit Innovation und Nachhaltigkeit investiert, investiert in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.
Quick-Wins: Was wir schnell tun können.
Welche Investitionen amortisieren sich besonders schnell?
Linda Eggert: Oft sind es pragmatische Maßnahmen mit sofortiger Wirkung. Produzierende Betriebe sparen durch die Umstellung auf LED-Beleuchtung jährlich zweistellige Prozentbeträge an Stromkosten. Handwerksbetriebe installieren Photovoltaikanlagen und machen sich unabhängiger von Energiepreisen. Lebensmittelunternehmen setzen auf Mehrweg- und Recyclinglösungen, reduzieren Abfall und stärken ihre Reputation. Metall- und Maschinenbaubetriebe investieren in energieeffiziente Produktionsmaschinen, welche den Verbrauch senken und die Qualität steigern. Solche Investitionen rechnen sich schnell und schaffen eine solide Basis für nachhaltige Entwicklung.
Herr Mayr, wie unterstützt eine nachhaltige Export- und Investitionsfinanzierung Unternehmen dabei konkret?
Felix Mayr: Sie verbindet Wachstum mit Verantwortung. Über günstige und geförderte Finanzierungen in Kombination mit Haftungsmodellen und Refinanzierungen etwa durch nationale und internationale Förderinstitute können nachhaltige Projekte gezielt umgesetzt werden – etwa energieeffiziente Produktionsanlagen, ressourcenschonende Prozesse oder der Ausbau erneuerbarer Energien. Als langfristiger Partner begleitet die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien Unternehmen auf ihrem Weg zu nachhaltigem und internationalem Wachstum. Unser Ziel ist es, ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Stärke zu verbinden und Betriebe fit für die globalen Märkte zu machen. Unser Beratungsansatz beruht dabei auf Nähe, Kompetenz und Vertrauen: Kundenbetreuer:innen sind der zentrale Dreh- und Angelpunkt in unseren Geschäftsbeziehungen mit KMU- und Großkunden unterstützt durch “Sustainable Finance Consultants”, die im engen Dialog mit Unternehmen maßgeschneiderte Finanzierungslösungen für nachhaltige Investitionen entwickeln.
Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch, haben Sie noch ein Schlusswort für uns?
Investitionen in Nachhaltigkeit tragen wesentlich zur Zukunftssicherung von Unternehmen bei. Unternehmen, die auf ESG setzen, sichern sich den Zugang zu internationalen Märkten, profitieren von effizienteren Prozessen und besseren Finanzierungsmöglichkeiten. Mit gezielten Investitionen und nachhaltigen Finanzierungsmodellen können österreichische Betriebe ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und gleichzeitig wichtige Beiträge zum Klimaschutz leisten.
Sehr geehrte Frau Eggert, sehr geehrter Herr Mayr, wir danken Ihnen für dieses aufschlussreiche Gespräch und freuen uns, Sie beim Sustainabilty Summit zu begrüßen!




%2520-%2520Kopie.jpeg)
.png)

.jpg)
%20(Copy).jpg)


%20(1).jpg)