Strategien für M&A im aktuellen geopolitischen Umfeld
Europa im Systemwettbewerb
Europa steht vor einer strukturellen Herausforderung. Der globale Wettbewerb wird zunehmend durch geopolitische Interessen, staatliche Industriepolitik und technologische Souveränität geprägt. Förderprogramme in den USA und China stärken gezielt nationale Industrien, während gleichzeitig technologische Abhängigkeiten und fragmentierte Kapitalmärkte Europas Wettbewerbsfähigkeit unter Druck setzen.
Die zentrale Frage ist daher nicht nur, wie Europa reguliert – sondern wie Unternehmen ihre strategische Position aktiv gestalten. Denn wirtschaftliche Stärke entsteht nicht allein durch politische Rahmenbedingungen, sondern durch unternehmerische Entscheidungen.
Die besondere Rolle der DACH-Region
Deutschland, Österreich und die Schweiz verfügen über eine starke industrielle Basis, hohe Innovationskraft und international erfolgreiche Unternehmen. Diese Position bietet die Chance, eine aktive Rolle in der Weiterentwicklung europäischer Wettbewerbsfähigkeit einzunehmen.
Doch diese Rolle ist kein Selbstläufer. Unternehmen müssen entscheiden, ob sie ihre Position durch strategische Investitionen stärken oder riskieren, langfristig an Einfluss zu verlieren. M&A wird dabei zu einem zentralen Instrument, um gezielt Kompetenzen aufzubauen, neue Technologien zu integrieren und Skalierung zu erreichen.
M&A als Instrument strategischer Positionierung
Gerade in fragmentierten Märkten bietet Konsolidierung die Möglichkeit, wettbewerbsfähige Plattformen zu schaffen. Gleichzeitig ermöglicht der Erwerb technologischer Kompetenzen, Innovationsfähigkeit zu sichern und Abhängigkeiten zu reduzieren.
Auch resiliente Lieferketten werden zunehmend zum strategischen Faktor. Investitionen in Schlüsselzulieferer, regionale Produktionsstrukturen oder vertikale Integration können Stabilität schaffen und langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern. Parallel dazu gewinnt die klare Fokussierung auf wertschöpfungsstarke Geschäftsbereiche an Bedeutung, um Ressourcen gezielt einzusetzen.
Die Entscheidung wird jetzt getroffen
Die kommenden Jahre werden darüber entscheiden, ob Europa seine industrielle Stärke behaupten kann. Unternehmen stehen vor einer grundlegenden Wahl: aktiv gestalten oder schrittweise an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.
M&A ist dabei mehr als Wachstum – es ist ein strategisches Instrument zur Sicherung von Innovation, Skalierung und unternehmerischer Zukunftsfähigkeit. Die Entscheidung fällt nicht in Brüssel, sondern in München, Zürich, Wien und Frankfurt. Die zentrale Frage lautet: Werden wir europäische Champions bauen – oder verkaufen wir sie?
Roman Göd wird dieses hoch relevante Thema mit den Panelteilnehmern Johannes Bachmann, (CFO, Kaiser), Reinhard Gratl (CEO, RG Innovations) und Martin Ohneberg (CEO, Henn Connector Group), moderiert durch Michael Nikbakhsh am 5. März beim CEO | CFO Forum 2026 in der Runde praxisrelevant zu diskutieren!



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