Next-Level Leadership: Vernetzung, Skills & Kultur im internationalen Kontext. Martina Mader, Post, im Gespräch.
Business Circle: Wie hat Sie Ihr Weg zu International HR & Mobility geführt?
Martina Mader: Mein Weg war weniger ein geradliniger Karriereplan als ein stetiges Weiterentwickeln im Bereich Personalmanagement. Ich hatte früh die Möglichkeit, in unterschiedlichen HR-Funktionen Verantwortung zu übernehmen – von Recruiting und Personalentwicklung bis hin zu Organisations- und Kulturprojekten. Besonders geprägt haben mich internationale Transformationsvorhaben. Als sich schließlich die Chance bot, die internationalen HR-Agenden der Österreichischen Post stärker zu bündeln, war das ein natürlicher nächster Schritt.
BC: Wie international ist die Österreichische Post heute?
Mader: Unser internationaler Footprint ist größer, als viele vermuten. International ist die Österreichische Post durch Tochterunternehmen in 15 Ländern tätig. Das Unternehmen hat damit ein umfangreiches Logistiknetzwerk in Österreich, Südost- und Osteuropa, der Türkei und darüber hinaus geschaffen. Für HR bedeutet das: vernetztes Denken, internationale Zusammenarbeit und gleichzeitig lokale Realitäten respektieren.
BC: Welche Kompetenzen stehen im Fokus?
Mader: Wir setzen auf eine Kombination aus klassischen Führungskompetenzen sowie Ambiguitätstoleranz, interkultureller Übersetzung, Veränderungskompetenz und systemischem Denken. Der Umgang mit neuen Technologien ist ebenso ein Fokus wie unternehmerisches Denken und Handeln.
Nicht das Tool ist entscheidend, sondern die gemeinsame Aufgabe
BC: Wie gelingt länderübergreifende Vernetzung und welche Tools nutzen Sie?
Mader: Wir arbeiten mit gemischten Lernformaten wie internationalen Leadership-Programmen, Peer-Learning und Workshops. Digital nutzen wir unterschiedliche Microsoft-Produkte. Entscheidend ist aber nicht das Tool, sondern die gemeinsame Aufgabe.
BC: Wo stoßen digitale Tools an Grenzen?
Mader: Digitalisierung ersetzt keine Beziehung. Vertrauen entsteht durch persönliche Begegnung, Zwischentöne und Erlebnisse. Deshalb kombinieren wir digitale Zusammenarbeit gezielt mit persönlichen Treffen.
BC: Was sind Typische Fehler bei internationalen HR- und Kulturprojekten?
Mader: Typische Fehler sind:
– Zu starke Zentralisierung
– Zu schnelle Lösungen
– Unterschätzte kulturelle Unterschiede
Nichts ist gefährlicher als die Annahme: „Das wird dort genauso funktionieren.“
BC: Worauf freuen Sie sich besonders bei Ihrem Speaker-Auftritt?
Mader: Auf den persönlichen Austausch und das, was zwischen den Zeilen entsteht. Die HR-Community lebt vom Vernetzen, voneinander Lernen und gemeinsamen Weiterentwickeln.
BC: Sehr geehrte Frau Mader, Herzlichen Dank für dieses Gespräch und Ihre differenzierten Perspektiven. Wir freuen uns, Sie zu den Human Impact Days persönlich zu begrüßen!

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